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13. Tiberius Auktion - 2. Juli 2024

13. TIBERIUS AUKTION

2. Juli 2024, 17.00 Uhr

VORBESICHTIGUNG IM SCHLOSS LAUDON:

26. Juni bis 1. Juli 2024, täglich von 10.00 – 18.00 Uhr
Mauerbachstraße 43 – 45, 1140 Wien

ABHOLUNG DER OBJEKTE:

Vom 4.7. bis 26.7. direkt im Schloss Laudon (Montag – Freitag von 10.00 – 16.00 Uhr). Ab 30.7. ist die Abholung nur mehr bei der Spedition Pempertransporte (Perfektastraße 81, 1230 Wien, Tel. +43 650 40 20 108) gegen Voranmeldung möglich!

Es sind keine Hilfskräfte zum Tragen von schweren Kunstwerken wie Möbeln, Steinobjekten, grossformatigen Gemälden etc. vor Ort!
Bitte beachten Sie dies bei der Abholung Ihrer ersteigerten Antiquitäten!

LAUDON CASTLE - TREASURE AUCTION!

13. TIBERIUS AUKTION

In Wien-Hadersdorf am Rande Wiens, im idyllischen Tal des Mauerbachs, steht das einzige Wasserschloss des heutigen Stadtgebiets: Schloss Laudon, das bis ins 20. Jahrhundert als „Schloss Hadersdorf“ bekannt war. Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahre 1130, das damalige Anwesen war der Sitz des adeligen Geschlechtes derer von Heydersdorff. Um 1440 baute es Herzog Wilhelm von Österreich zu einem Jagdschloss aus. Nach der ersten Türkenbelagerung Wiens, bei der das Schloss sehr schwer beschädigt wurde, erfolgte die Verpfändung an den Glasfabrikant Nicolaus Piti. Er gestaltete die Ruine zum Schloss im Renaissancestil um. Nur zehn Jahre später gab er es der Hofkammer wieder zurück, da sein Plan, hier eine große Glasfabrik zu errichten, nicht erfolgreich war.

Ab 1551 war Andreas von Teuffenbach, Landesverweser der Steiermark und Waldmeister in Österreich, Herr in Hadersdorf. Er erweiterte den Ansitz. Nach einigem Besitzerwechsel erwarb 1655 Hofkammerpräsident David Ungnad Gravon Weissenwolf das Anwesen für Kaiserin Eleonore, die 2. Gattin Ferdinand III. Sie ließ das Schloss instand setzen, stattete den Park mit Springbrunnen aus und ließ einen Pavillon auf der kleinen Insel im erweiterten Wassergraben anlegen, wie ein Stich Vischers von 1672 anschaulich zeigt. Das Schloss wurde 1683 Opfer der zweiten Türkenbelagerung und bald darauf von Andreas Schellerer, dem Pfalz-Neuburgischen Residenten in Wien, als frühbarockes Wasserschloss inmitten freundlicher Gärten wieder aufgebaut. Im April 1708 verbrachte Prinzessin Elisabeth Christine von Braunschweig, die Mutter Maria Theresias, hier zwei Nächte vor ihrer Vermählung mit Karl III., damals König von Spanien, später römisch deutscher Kaiser (Karl VI.). Am großen Stiegenaufgang des Schlosses erinnert eine Gedenktafel in lateinischer Inschrift an dieses Ereignis: “Hier verweilte die spanische Königin zwei Nächte vor dem Tage, an dem sie frohgemut Karl heiratete. Diese bedeutsame Anwesenheit hat übergroßen Glanz hervorgebracht. Nach diesem sei uns daher dies Haus teuer.” 1744 war Franz Wilhelm Schellerer alleiniger Inhaber des Schlosses und gestaltete den letzten einheitlichen Umbau, der bis heute unverändert geblieben ist.

Schließlich kaufte 1776 Feldmarschall Ernst Gideon Freiherr von Laudon mit finanzieller Unterstützung durch Kaiserin Maria Theresia das Schloss. Laudon lebte von 1717 bis 1790. Er trat 1742 in die Dienste der Kaiserin Maria Theresia, siegte gegen die Preußen unter Friedrich dem Großen und vertrieb 1789 die Türken endgültig aus Belgrad. Laudon war ein großer Förderer von Kunst und Wissenschaft, er verbrachte seine letzten Lebensjahre in diesem Schloss. Unter seiner Leitung wurde es kunstvoll eingerichtet. 1790 starb er ohne direkte Nachkommen, seine Witwe Klara lebte noch bis 1806 im Schloss. Das Schloss blieb bis 1925 im Besitz der Familie des Bruders des Feldmarschalls. Nach dem Zusammenbruch der österreichischen Monarchie, zog sich die Familie Laudon auf ihr Gut Bistritz in Mähren zurück und verkaufte das Schloss an den Großindustriellen Dr. Otto Pollak Edler von Parnegg. Dieser wurde 1937, nach seinem Ableben, in der Schlosskapelle aufgebahrt.

Nach 1945 diente das Anwesen zehn Jahre lang als russische Kommandantur. In dieser Zeit wurde es sehr stark verwüstet. Das Schloss wurde nach der Rückgabe an die Erben des letzten recht-mäßigen Besitzers 1958 an die Wiener Erzdiözese verkauft, die es 1960 an KR Konsul Alfred Weiss, den Eigentümer der Wiener „Arabia“ Kaffeerösterei, veräusserte. Nach Jahrzehnten des Verfalls begann damit eine neue Phase der Umgestaltung des durch die Besatzungsjahre stark beschädigten Anwesens. Im Geiste Laudons veranlasste Konsul Weiss eine profunde Renovierung und prachtvolle Ausstattung mit allen Errungenschaften der modernen Zeit. Gäste aus aller Welt erlebten im Luxushotel Schloss Laudon den Hauch seiner großen Vergangenheit und mussten dennoch nicht auf den Komfort des 20. Jahrhunderts verzichten. Im Zuge dieser Renovierung erhielt der Wiener Gartenarchitekt Oskar Wladar den Auftrag, die Umgebung des Schlosses, vor allem aber den kleinen Park, der als “Botanischer Garten” bezeichnet wird, neu zu gestalten. In Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt wurden 1963 die vom berühmten Barockmeister Johann Bergl gemalten Fresken, die 1954 beim Abriss von Schloss Donaudorf im Zuge des Baus des Kraftwerks Ybbs-Persenbeug gerettet wurden, in den Festsaal im ersten Stock des Schlosses Laudon übertragen. Diese Fresken zeigen Darstellungen der damals bekannten vier Kontinente sowie Maria Theresia als Beherrscherin dieser vier Erdteile.

Erlesene Kunstwerke, mit viel Liebe und Sachkenntnis von Konsul Weiss gesammelt, schmückten über Jahrzehnte die Säle, Zimmer und Korridore des Schlosses. Auch die nachfolgenden Schlossherren haben bis zuletzt Kunst und Antiquitäten zur Ausstattung der Räumlichkeiten erworben. Diese, teils großartigen, Kunstwerke und Antiquitäten werden am 2. Juli 2024 durch das Auktionshaus TIBERIUS-AUCTIONS in Wien versteigert.

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Mit diesem Kaufauftrag, beauftrage ich TIBERIUS AUCTIONS, bis zu den angegebenen Ankaufslimits auf meinen Namen und auf meine Rechnung mitzubieten oder mich für ein Telefonisches Gebot während der Auktion zu kontaktieren.