Hochmusealer Kopf | 7. Tiberius Auktion
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Hochmusealer Kopf

7. Tiberius Auktion

Hochmusealer Kopf

Nachverkaufspreis:  25.280

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Hochmusealer Kopf
Neptun oder Jupiter
Römisch
2. Jahrhundert n. Chr.
Marmor
Höhe 25 cm

Bei diesem Kopf handelt es sich um eine äußerst qualitätvolle bildhauerische Arbeit der Antike, die auch Reste von Bemalung aufweist. Dargestellt ist dabei entweder der römische Gott des Meeres, Neptun, oder der Göttervater Jupiter, wobei diese beiden in ihrer physiognomischen Ausformung häufig verwechselt werden. Im Allgemeinen werden sie als ältere, väterlich-weise Gottheiten mit voller Barttracht gezeigt.

Das ausdrucksvolle Gesicht ist von einer wilden Lockenpracht gerahmt, die in der typischen Manier einer sogenannten Anastole von der Stirn weggekämmt ist, wobei die Haarsträhnen in kranzartiger Anordnung gestylt sind. Diese Frisur gilt als eine der beliebtesten in der antiken Welt und stammte ursprünglich von Alexander dem Großen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Der voluminöse Bart scheint zur Mitte hin geflochten bzw. gescheitelt zu sein. Die dramatisch anmutende, aber dennoch gepflegte Haarpracht lenkt den Blick des Betrachters auf das Gesicht des dargestellten Gottes: Große, mandelförmige und wache Augen schauen aus den tief gekerbten Graten der Augenbrauen mit strengem Blick hervor. Die alleinige Falte auf der fleischigen Stirn zeugt vom Alter und der Weisheit des Gottes, der auch eine strafende Funktion innehaben kann. Die einst scharfkantige, wohl prägnant modellierte Nase mündet in dem leicht geöffneten, vollen Mund, dessen einrahmende, stilisierte Barttracht die Strenge des Kopfes unterstreicht.

Dieser Barttypus entwickelte sich aus der griechischen Skulpturenkunst, vergleichbar mit dem griechischen Kopf des Zeus im Kunsthistorischen Museum in Wien (Antikensammlung, Inv.-Nr. I 1287). Dieser stimmt besonders mit jener auf einer römischen Kameo aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. überein, der sich ebenfalls im KHM befindet (Antikensammlung, Inv.-Nr. IX 1929). Ein in ähnlicher Manier bearbeiteter Kopf des Poseidon findet sich ebenfalls im KHM (Antikensammlung, Inv.-Nr. I 836). Hier sind die Drilllöcher des Handbohrers, der vom Bildhauer genutzt wurde, um das Volumen der Haare zum Ausdruck zu bringen, ebenfalls deutlich zu sehen. Diese Haarpracht und der gescheitelte, gelockte Bart mit der wulstigen Unterlippe entsprechen demselben Typus. Der in zwei große zentrale Locken aufgeteilte Vollbart und die langen, gewellten Locken des Haupthaars sind wichtige Bestandteile eines Typus, der in der römischen Zeit sehr beliebt war. Vermutlich wurde dieser in der kaiserlichen Propaganda eingesetzt, um die unterschiedlichen Ethnien des römischen Reichs unter zentraler Herrschaft zu vereinen.

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