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Antonius und Kleopatra

10. Auktion

Los 753 Auktion

Antonius und Kleopatra

Nachverkaufspreis:  5.176

  • USD: 5.606 $
  • GBP: 4.433 £
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Zusätzliche Informationen

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Rom
Datiert 1758
Weisser Marmor
Signiert, datiert & bezeichnet:
„Pellegrinus…Roma…MDCCLVIII“
Höhe 90 cm, Breite 45 cm, Tiefe 33 cm

Die klassizistische Skulpturengruppe besteht aus einem weiblichen Figurenpaar im antikisierenden Typus. Eine der Figuren ist im römischen Feldherrngewand dargestellt, das aus Brustpanzer, Beinkleid und einem mit einem Federbusch besetzten Helm besteht; außerdem trägt die Frau einen Stab mit Insignien in der linken Hand. Das Paludamentum, der Mantel, scheint lose über die Schultern drapiert zu sein. Die zweite Figur, in einen langen an der Taille gegürteten Chiton gehüllt, umfasst mit der linken Hand die linke Schulter der martialischen Figur, wohl in einer Umarmung begriffen. Während die gerüstete Frau im selbstbewussten Ausfallschritt gezeigt ist – auf dem linken Standbein ruhend und das rechte Spielbein im breiten Stand vor dem Körper platzierend – scheint sich die zweite Figur in Bewegung zu befinden und beinahe heranzueilen.

Der Typus stammt von einem antiken römischen Vorbild, wobei die martialische Figur dem sogenannten Ares Borghese und die Figur im langen Gewand jener der Aphrodite da Capua folgt. Ein antikes Vergleichsbeispiel befindet sich in den Uffizien (Inv.-Nr. Sculture (1914) n. 4) und zeigt das göttliche Paar Venus und Mars, die Göttin der Schönheit und den Gott des Krieges. Jedoch ist Mars in heroischer Nacktheit und Venus lediglich von der Taille abwärts bedeckt. Zahlreiche spätere Herrscher identifizierten sich mit diesem Typus und ließen sich mit der Gattin wie dieses berühmte Liebespaar darstellen, beispielsweise Marc Aurel und Faustina die Jüngere oder Hadrian und Sabina im 2. Jahrhundert n. Chr. Eine Identifizierung mit einem Liebespaar mit einem tragischen Schicksal scheint ebenfalls sehr schlüssig zu sein, nämlich die Darstellung des römischen Generals Marcus Antonius und der ägyptischen Königin Kleopatra, besonders beflügelt mit dem von William Shakespeare um 1606/07 fertiggestellten Römerdrama „Antonius und Cleopatra“. Derartige skulpturale Themen waren auch im 18. und 19. Jahrhundert sehr beliebt, als beispielsweise Antonio Canova (Possagno 1757 – 1822 Venedig) um 1815 eine Version für den späteren Georg IV. schuf. Vermutlich handelt es sich bei dieser Skulptur um eine Auftragsarbeit eines fachkundigen Aristokraten aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

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